Tagebuch 30. September 2011
Tagwache heute um 6.00 Uhr wie gewohnt.
Ich schleiche mich ins Bad und putze meine Zähne.
Nach einer kurzen Rasur ist meine Morgentoilette beendet und ich mache mich auf dem Weg ins Büro.
Gegen 06.35 komme ich heute an.
Ich staune über den Nebel der heute ziemlich dicht ist.
Naja es ist ja schon fast Oktober und der Herbst hat uns doch sehr fest im griff.
Gleich nach dem Betreten der Firma schalte ich den Kassenrechner ein, der Tagesabschluss will gemacht sein.
Um ca. 07.10 gehe ich zum Bäcker und hole mir ein Leckeres Frühstück:
1 Kaffee und 2 Sonnenblumenweckerl mit Butter.
Gegen 07.45 treffen auch meine Kollegen ein, und meine Freundin ruft an, dass sie eh in die Stadt fährt und vor dem einkaufen noch schnell mit meiner kleinen vorbeischaut. Ich freue mich drauf!
Meine Tagesablauf am heutigen Freitag ist von einem Aussendiensttermin ganz gut ausgefüllt. Ich sollte eine bestehende EDV Konstellation (Server, USV, Switch, Telefonanlage, usw) vom unsortierten Chaos in einen neuen 19 Zoll Schrank einbauen und Ordnung schaffen.
Der Schrank soll allerdings erst heute beim Kunden geliefert werden.
Ich habe mit der Kundschaft vereinbart, dass ich angerufen werden, sobald der Spediteur das noble Stück geliefert hat:

In der Zwischenzeit kommt meine Freundin mit meiner kleinen vorbei. Ich spüre in solchen Momenten richtig wie mir das Herz aufgeht – wenn meine kleine in der Tür steht.
Da sieht sich mich und läuft in meine richtung – natürlich an mir vorbei – da hier viel zu viele interessante Sachen rumstehen.
Artig begrüsst sie jeden meiner anwesenden Arbeitskollegen und gibt ihnen die Hand.
Naja mit 2 Jahren klappt das schon sehr gut.
Sie will mir auch soviel erzählen, ich merke richtig wie sie angestrengt versucht einen Satz zu formulieren.
Es kommt aber oft nur Kauderwelsch raus.
Trotzdem merke ich jeden Tag wie sie immer besser spricht und staune darüber.
Der Besuch ist nur kurz und ich bekomme von meiner Kundschaft den Anruf, dass der Schrank nun da ist.
Ich packe mein Auto noch mit den wichtigsten Utensilien voll – jede menge Patchkabel, Fachböden und so weiter.
Knapp 2 Stunden dauert die Anfahrt, so muss ich schon gut überlegen, dass möglichst alles gleich dabei ist.
Während des Autofahrens scanne ich das langweilige UKW Radioprogramm. Mein iPhone ist leider nicht sehr gut gefüllt mit Musik, daher höre ich mir ein paar Youtube Videos an.
Mit 3G Empfang funktioniert Youtube auf der Autobahn wirklich SEHR gut.
Ich bin der Meinung 3G Radio wird ein ernstzunehmender Konkurrent von DAB(+) und was da sonst noch so kommen mag.
Beim Kunden angekommen sehe ich schon den Schrank VOR der Eingangstüre stehen.
Ich beginne, noch bevor ich mich dort anmelde das Ding auszupacken und in den Vorraum zu tragen.
So ein 19 Zoll Schrank lässt sich ja eigentlich sehr super Zerlegen.
Witzig ist, dass er zum Transport mit der Spedition voll aufgebaut war.
Nach einigen Schweisstreibenden Momenten steht der Schrank vor dem zukünftigen Serverraum, oder besser Serverkammerl (ist sehr eng dort).
Ich habe kein gutes Augenmass, aber ich merke doch gleich dass der da NIEMALS reingeht…
Schnell ein Massband vom Auto geholt…tatsächlich…der Schrank passt nicht in den Raum in dem er soll.
Nun ist an der Zeit den Kunden darüber zu informieren, dass es ein Problem gibt.
Ich habe es meinem Ansprechpartner erklärt, und auch noch die Frage hinzugefügt ob es nicht einen anderen Raum gäbe wo man den EDV Schrank aufbauen könnte – wobei es eh sinnlos wäre, da die Kabel ja alle in den vorgesehenen Raum münden…
Gut, keine andere möglichkeit… der Schrank muss dort rein.
Aber es ist definitv zu wenig Platz:
Ich habe nun folgende Idee:
Ich beschliesse nur das 19 Zoll gestell (gestellrahmen) in den Raum aufzubauen:

Bin gespannt ob mir mein Lieferant den rest zurücknimmt
Da ich nicht mit dem passenden Werkzeug ausgestattet bin (nur EDV und Elektronikwerkzeug dabei) fällt es mir nicht einfach mit einer Kombizange den Schrank zu Zerlegen – aber es klappt dann nach mehr als 1,5 Stunden doch und das Gestellt passt hervorragend an den vorgesehenen Platz.
Mittlerweile will mein Kunde schön langsam schluss machen.
Ich fahre alle Server runter, reisse alles raus – Gestell hinein – und alle Server provisorisch wieder angeschlossen und hochgefahren.
Ich bitte meine Kundschaft zu prüfen ob alles läuft.
Während die Kundschaft testet, beginne ich mit dem Zusammenräumen.
Das Problem wird jetzt wie ich den rest vom Schrank wegbringe und vor allem wohin?
Die Spedition wird am Freitag nachmittag nichts mehr holen, schon gar nicht wenn es nicht mehr verpackt ist.
Im Büro haben wir keinen Platz.
Aber hier stehen lassen kann ich es auch nicht, also beginne ich damit die Teile in richtung Auto zu tragen.
Schliesslich schaffe ich es sogar alles ins Auto zu kriegen und fahre heimwärts.
Ins Büro zahlt es sich nicht mehr aus, es sind noch 2 Stunden fahrt.
Und am Freitag nachmittag werden dann 3 Stunden draus.
So war es auch und ich kam am Abend relativ müde nach Hause.
Mein kleiner Zwerg samt meiner Freundin begrüsse mich Herzlichst.
Ich habe es mir nun angefangen meiner Freundin jeden Tag auch auf dem Bauch zu greifen.
Um sozusagen Symbolisch unser 2tes Baby zu begrüssen.
Gegen 21 Uhr gingen wir dann ins Bett.
Unser Kind schon 1 Stunde vorher – wie üblich halt.